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Die Judenschublade
Junge Juden in Deutschland



Ein Dokumentarfilm von Margarethe Mehring-Fuchs und Stephan Laur

Musik: Ro Kuijpers

Mit Unterstützung von

– Stadt Freiburg „offene Stadt“
– ENTIMON gemeinsam gegen Gewalt und Rechtsextremismus
– Ministerium für Familie, Frauen und Jugend Berlin
– Ministerium NRW – Landeszentrale für politische Bildung Düsseldorf
– Jugendstiftung BW
– Salomon Bagels Berlin

Premiere

20.11.05 11 Uhr Matinee im Friedrichsbau Freiburg (Kaiser Joseph Straße 268-270) für geladene Gäste – anschließend Premierenfeier in der Tanzschule Gutmann Freiburg (Eisenbahnstraße 56) bei Kosher-Cocktails und Bagles.
1. offizielle Vorführung: 19 Uhr öffentliche Veranstaltung im Friedrichsbau – Anwesenheit der Filmemacher
Eintritt: € 4.-

www.diejudenschublade.de

Text (Lena Gorelik – Jungschriftstellerin)

„Schon mal vorweg: Es ist okay. Ich will nicht dafür respektiert werden, ich will nicht anders behandelt werden, ich will keine Extrawurst. Es ist nicht so wichtig, es ist okay. Ich bin Jüdin, und wegen mir soll es jeder wissen, aber wenn es jemand nicht weiß, ist es auch egal. Ich bin Jüdin, aber ich heiße Sharons Politik nicht gut, mein Vater trägt keinen schwarzen Kaftan und ich mache meine Freunde, die so alt sind wie ich, nicht für den Holocaust verantwortlich. Ich bin Jüdin, 24 Jahre alt, aber genau so, vielleicht noch vorher, bin ich eine Frau, Schriftstellerin, Studentin, ich bin Mensch. Stellt mir Fragen, aber hört nicht auf, über Michel Friedmann zu lästern, nur weil ich ins Zimmer komme.

Man wird oft in eine Schublade gesteckt. Die Judenschublade. Es gibt so viele junge Juden in Deutschland, die passen da nicht alle rein. Sie sind so anders als ich. Sie sind wie Ihr: Unterschiedlich. Manche wählen SPD, andere FDP. Manche studieren Informatik, andere Philosophie. Manche trinken Kaffee, andere Bier. Manche gehen regelmässig in die Synagoge, andere sind noch nie in einer gewesen. Manche definieren sich über das Judentum, für andere ist es nebensächlich. Manche sind junge Juden, aber andere würden sagen, sie sind junge Menschen, die zufällig noch jüdisch sind. Schubladen passen da nicht.“

Inhalt Film

Im Dokumentarfilm Die Judenschublade – junge Juden in D., lassen wir jüdische Jugendliche authentisch und ungeschminkt zu Wort kommen.
Wir zeigen, wie junge Juden heute in Deutschland leben, wie sie mit der Geschichte und der Schoa umgehen und sich mit dem Antisemitismus auseinandersetzen.

Unser Ansatz ist, keine Inhalte vorwegzunehmen, sondern Jugendliche die Inhalte weitgehend selbst bestimmen zu lassen.

Wir zeigen den Alltag junger Juden in Deutschland und geben ein Bild, wie sie sich engagieren, ihren Glauben praktizieren (oder auch nicht) sich einsetzen für ein modernes, vielfältiges Deutschland.

Die Jugendkultur, insbesondere die Musik mit jungen jüdischen Musikern spielen eine grosse Rolle im Film. Die unterschiedlichen Lieblingsmusikrichtungen der Protagonisten/Innen bilden die Basis für den eigens komponierten soundtrack.

Die Jungschriftstellerin Lena Gorelik mit ihrem Kultbuch „meine weißen Nächte“ führt mit einem Kommentar durch den Film.

Dauer des Films: 60 Minuten

Galerie
 
 
Interview mit Margarethe Mehring-Fuchs vom 26.04.2011 über die Judenschublade
 
Die Methodensammlung
 
Es ist unglaublich, aber wahr: Die Methodensammlung zum gleichnamigen Dokumentarfilm „die Judenschublade – junge Juden in D.“ ist endlich auf dem Markt.

„Schon mal vorweg: „Es ist okay. Ich will nicht anders behandelt werden, ich will keine Extrawurst. Es ist nicht so wichtig, es ist okay. Ich bin Jüdin, aber (….) mein Vater trägt keinen schwarzen Kaftan, und ich mache auch meine Freunde, die so alt sind wie ich, nicht für den Holocaust verantwortlich. Ich bin Jüdin, 24 Jahre alt, aber noch mehr bin ich Frau, ich bin Schriftstellerin, Studentin, ich bin einfach nur ein Mensch. (…) man wird so oft in eine Schublade gesteckt, in die Judenschublade…“
Diese Aussage der Erzählerin Lena Gorelik im Eingang der Filmdokumentation „die Judenschublade – junge Juden in D.“ (von Margarethe Mehring-Fuchs und Stephan Laur) bringt es auf den Punkt.
Es gibt wieder jüdisches Leben in Deutschland, es ist jung und pluralistisch. Durch die Zuwanderung aus Russland zählt die jüdische Gemeinde heute wieder über 100.000 Mitglieder.
Vielen nichtjüdischen Jugendlichen ist nicht bekannt, dass in Deutschland auch jüdische Jugendliche ihrer Generation leben und ein Teil der deutschen Gesellschaft sind. Judentum ist für viele Geschichte, verbunden mit der deutschen Vergangenheit, dem Holocaust, mit Auschwitz.
Die Methodensammlung die Judenschublade – junge Juden in D. (Autoren: Lena Gorelik, Margarethe Mehring-Fuchs, Larissa Weber) kann hier einen wichtigen Beitrag zur notwendigen Aufklärung und Verständigung leisten und die Grundlage einer zukunftsorientierten Diskussion um das Zusammenleben von jüdischen und nichtjüdischen Jugendlichen bilden.
Authentisch sind der Film und dieses pädagogische Material vor allem wegen der jugendlichen Protagonisten. Jugendliche werden durch sie angeregt, die Vielfalt der jüdischen Kultur mit ihrer eigenen Vielfalt in Beziehung zu setzen.

Ein Projekt von Element 3, dem Anne Frank Zentrum Berlin, der Jugendstiftung Baden-Württemberg, das Leo Baeck Programm (Jüdisches Leben in Deutschland – Schule und Fortbildung) das Bundesprogramm „Vielfalt tut gut. Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie“.

Herausgeber: Verlag an der Ruhr, Element 3, Anne Frank Zentrum, Berlin

Wir wünschen allen Jugendlichen, sowie Pädagogen und Multiplikatoren Neugierde und interessante Erfahrungen bei der Vertiefung zur jüdischen Kultur und Geschichte.

Methodensammlung ab sofort zu bestellen: Verlag an der Ruhr www.verlagruhr.de
 

 
 
     
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